Warning: "continue" targeting switch is equivalent to "break". Did you mean to use "continue 2"? in /www/htdocs/w01725e2/simplynomad.de/wp-content/themes/Divi/includes/builder/functions.php on line 4831
simplynomad | how to improve and promote my lifestyle – and probably yours

SIMPLY NOMAD

Eine Seite auf der es um unsere Lebenseinstellungen geht - und wie man sie verändern kann - auch durch den Blick über den deutschen Tellerrand hinaus

 

 

Weltreise 2018 – Teil 1 – Niederlande, Frankreich, Spanien

Weltreise 2018 – Teil 1 – Niederlande, Frankreich, Spanien

 

Wer viel reist, schreibt nicht viel und
wer viel schreibt, reist nicht viel.

Moin, moin,

im Moment bin ich noch zu sehr mit Reisen beschäftigt als dass ich Euch adäquat mit Updates versorgen könnte. Die ersten vier Wochen sind aber nun vorbei, es war sehr viel Sightseeing dabei, ich bin ganz schön viel und schnell herumgekommen weil ich halt gerne Anfang Juni in Portugal sein wollte. Es sind inzwischen 5200 km auf dem Tacho, die gewünschten Punkte Bretagne, Cote Atlantique, Barcelona und Alhambra sind abgehakt. Da das Wetter über Frankreich und Spanien in den letzten Wochen ganz im Gegensatz zu Deutschland viel Regen gebracht hatte und weiterhin bringt, hatte ich glücklicherweise meine Route kurzfristig umgeschmissen und bin von Bordeaux an die spanische Mittelmeerküste ausgewichen. Das war bis jetzt eine gute Entscheidung und die nächsten Wochen soll es zumindest im Süden von Portugal deutlich besser werden.

 

 

Die Map ist wieder mit dem tollen Tool von dieser Webseite erstellt worden: http://www.gebweb.net/optimap/.

Bisher ist alles wunderbar gelaufen. Das Wetter hat bestens mitgespielt. Alle Planungen haben irgendwie und fast zu leicht funktioniert. Sehr oft habe ich das Gefühl auf wundersame Weise genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Und das Reisen während der Vorsaison ist viel einfacher und viel schöner als wenn alle nur ob der Massen genervt sind.

Ich muss feststellen dass das alleine Reisen mir nach wie vor viel Spass bereitet aber sehr deutlich getrübt wird dadurch dass ich jemanden hätte mit dem ich es teilen könnte und es nunmal aber nicht kann.

Was waren die bisherigen Highlights?

Ich bin ja nun nicht unbedingt der größte Fan von kirchlichen Institutionen aufgrund der Ausbeutung der normalen Menschen die klassischerweise durch praktisch alle monotheistischen Religionswächter ausgeübt wird. Dennoch erkenne ich an, dass es einige Kirchen und Tempel gibt die schöne Bauwerke sind, wenngleich sie fast alle mit dem Blut der Bevölkerung „bezahlt“ wurden. Der Besuch der La Sagrada Familia in Barcelona war für mich dabei einer der bisher herausragendsten Besuche einer religösen Kultstätte und hat mich unfassbar glücklich gemacht.
Wir sind es in unserer heutigen Welt gewohnt tolle Bauwerke zu sehen. Große wie Wolkenkratzer, mächtige wie Staudämme oder hübsche wie Schlösser oder auch schnuckelige wie Hundertwassers Gebäude. Das alles imponiert uns vielleicht im erlebenden Moment aber so richtig überraschen kann uns kaum noch etwas. Wenn ich durch archäologische Ausgrabungsstätten gehe welche einst mächtige Zeugnisse von herausragender Baukunst waren oder auch einfach nur immensen Einsatz von Ressourcen benötigten stelle ich mir fast immer die Frage wie diese Bauwerke auf die damalige dort lebende Bevölkerung und auf Besucher gewirkt haben müssen. Nehmen wir solche Beispiele wie den Karnak in Luxor, die Pyramiden der Ägypter und der Maya, die griechischen und römischen Tempel- und Palastanlagen, Prachtstraßen in Assyrien, römische Befestigungsanlagen oder auch Amphitheater. Als normaler Händler aus entfernteren Gegenden muss man da doch ehrfürchtig gestanden haben.
So ähnlich habe ich mich in der La Sagrada Familia in Barcelona gefühlt. Dieses Bauwerk ist so inspirierend und einfach schön, dass ich dort vermutlich tagelang hätte bleiben können und trotzdem hätte ich jede Minute ein anderes bewundernswertes Detail entdecken können. Hut ab vor der Vision Antoni Gaudí i Cornet´s und Hut ab, dass Barcelona dieses Bauwerk mit so viel Empathie weiterführt und uns normales Volk bereits jetzt diese Schönheit zugänglich macht. Danke Antoni Gaudi, danke den Geldgebern (ich bin ja nun nach 30 € Eintritt auch einer) und danke Barcelona! Sie bauen nun seit 140 Jahren an der Kirche und wollen 2026 fertig werden. Bei dem jetzigen Baufortschritt kaum zu glauben und ganz offensichtlich eine Durchhalteparole, aber wenn das Ding fertig ist komme ich wieder, versprochen!
Ach und was auch noch erwähnt werden muss, ein riesen Dankeschön an den Mentor hinter den Audioguides. Ein schönes Beispiel dafür, dass man so etwas durchaus praktikabel nutzbar, informativ, in gutem Deutsch und dabei auch noch witzig gestalten kann.

Edit: als ich die Entscheidnung getroffen habe mein Leben zu ändern, das für uns in Deutschland vorgezeichnete Leben des jeden Tag zur Arbeit zu gehenden Menschen anzuhalten und mir Zeit zu geben zu reflektieren war mir eigentlich gar nicht klar was ich suchte. Ich wusste nur, dass es nicht mehr funktionieren würde einfach weiter zu machen. Wissend, dass ich dann mein Potential nicht heben würde. Der Besuch der La Sagrada Familia hat mir die Kraft einer VISION gezeigt. Wäre das Projekt nicht Antoni Gaudi übertragen worden und hätte Gaudi nicht diese klare Vorstellung eines besonderen Gotteshauses gehabt und hätten seine Geldgeber nicht mitgezogen stünde dort jetzt eine normale Kirche und niemand würde über sie reden. Einzig die Vision die er hatte gab die Kraft etwas derartiges zu bauen und für viele Menschen hat das bedeutet, dass sie die gesamte Zeit ihres Arbeitslebens und darüber hinaus diesem Bauwerk gewidmet haben. Für viele der Erbauer einschliesslich Gaudi war klar das sie die Vollendung nicht erleben werden. Trotzdem sind sie dieser Vision gefolgt. Sie haben ihr WARUM gekannt. Das Leben Gaudis ist insofern für mich zu einem Baustein meiner inneren Erkenntnis geworden.

 

 

Das zweitbeste Highlight war für mich ein kostenloses und eher unscheinbares Objekt und in den Bewertungen sehr kontrovers gehandelt. Der Parc Floral in Bordeaux. Ich hatte hier einfach unverschämtes Glück und war zur exakt richtigen Minute am richtigen Ort. Dieser durchaus nicht kleine Park wird von offensichtlich viel zu wenigen Gärtnern nach bestem Können versucht in Schuss zu halten. Man sieht dem Park an, dass es Ecken gibt um die sich nicht adäquat gekümmert werden kann und dass es Ecken gibt die unfassbare Schönheiten zeigen. Es gibt dort einen ambitionierten Rosengarten. Wer zur richtigen Zeit kommt und diesen wunderschön labyrinthartig angelegten und etwas versteckten Teil des Parks überhaupt findet, der wird mit einem once-in-a-lifetime Erlebnis belohnt. Ich war dort ganz zufällig an dem Tag als die ersten Blüten der Rosenbeete voll aufgegangen waren. Fast keine einzige verbühte Rose sondern alles kurz davor oder frisch aufgebrochen oder in voller Blüte. Und was für eine Blütenpracht! Hier wurde ganz offensichtlich selbst gezüchtet. Ich werde ein Bilder-Spezial dafür erstellen müssen. Meine Kamera und ich – inzwischen ein eingespieltes Team – und wir hatten eines gemeinsam – wir konnten uns kaum satt sehen.
Ich war fast zwei Stunden am Vormittag des 21.05.2018 genau im perfekten Sonnenschein zwischen zwei mächtig dunklen Regenwolken dort. Es ist wohl klar, dass man zu anderen Jahreszeiten diesen Park anders erleben und bewerten wird.

 

 

Nummer drei war das Herumklettern in den wilden Küstencliffs der Côte de Granit Rose bei Perros-Guirec. Durch Zufall hatte vor einiger Zeit ein Reisebericht einer jungen Frau mein Interesse geweckt dieses Naturensemble zu sehen und mich dann ein last-minute Angebot meiner bevorzugten Hotelbuchungsplattform in ein Hotel direkt innerhalb dieser wunderbaren Küste verschlagen. So konnte ich gleich nach dem Einchecken direkt vom Hotel in Ploumanac´h einen Spaziergang machen der entgegen der Rezeptionistin nicht eine Stunde dauerte sondern bei Ebbe begann und bei Flut nach Sonnenuntergang endete. So viel Spass machte mir das teils etwas abenteuerliche Herumklettern auf den Granitfelsen die mit jeder Biegung einen neuen wunderbaren Blick eröffneten. Dazu das gegen Abend immer hübscher werdende Licht der Sonne, ein strahlend blauer Himmel und eine einfach gute Laune. Bei Ebbe liegen einige dieser Felsen frei welche dann bei Flut überspült werden und einige Wege sind halt gar nur bei Ebbe begehbar. So war der Rückweg gezwungenermaßen ein anderer als der Hinweg und genauso hübsch. Das Ganze hat mich so begeistert, dass es am nächsten Morgen nochmal einen sehr ausführlichen Morgenkletterspaziergang gab.

 

 

Viertbestes Erlebnis war bis jetzt eine Schluchtwanderung in der Sierra Nevada bei Monachil – „Los Cahorros“. Eine immens enge Schlucht und der Weg führt ganz absichtlich manchmal so eng unter überhängenden Felsen hindurch dass man entweder klein ist und gebückt gehen kann oder auf allen Vieren krabbeln muss auch um sein Tagesgepäck mitzubekommen. Einige haben auch versucht den Weg durch den Bach zu nehmen, tja, ich glaube da hat dann auch das wasserfeste Schuhwerk nicht geholfen. Wenn man am oberen Ende des Flusslaufs angekommen ist, dann kann man für den Rückweg die Gratwanderung auf dem oberen Cliffrand wählen. Dazu muss man eine alte verrostete, kaputte und wirklich nicht mehr sehr vertrauenswürdige Hängebrücke überqueren und dann den richtigen Weg finden. Ich nahm erstmal und unbeabsichtigt die langweilige Route über die Forstwege, was mich zuerst eher gelangweilt hat. Glücklicherweise haben dann einige Momente meine Stimmung aufgehellt. Z.B. gab es da einige Ziegen die wenn der Hirte nicht hinschaute und ich mich nicht bewegte anfingen Äste der Bäume mit ihren Hufen herunterzubiegen und die offensichtlich leckeren Blätter zu naschen. Eine besonders freche ist sogar direkt in den Baum geklettert wie ich als kleiner Junge. Herrlich.
Einige Zeit später zeigte ein alter Wegweiser mitten den Berg hinauf. Hmm, ein Versuch war es wert und also hinauf da. Der Weg war schon lange nicht mehr gegangen worden und wurde immer unwirtlicher, war aber noch erkennbar. Ein Kirschbaum mit gerade reifen Süsskirschen lockte und mit gut gefüllten neuen Energiereserven wurde das vermeintlich unendliche Stück durch die Büsche hinauf im Nu genommen. Oben angekommen war ich überrascht von der Entspanntheit der Spanier Wanderer auf Cliffs von überhängenden Felsen wo unten die Schluchtwanderer herumliefen hinauf zu lassen. Das wäre in unserer Vollkaskogesellschaft undenkbar. Da wäre mindestens ein Verbotsschild, eher ein mannshoher Stacheldrahtzaun, eine Überwachungskamera, ein Eintrittshäuschen, eine perfekt gesicherte Aussichtsplattform und wahrscheinlich wäre alles vorgenannte zusammen vorhanden. Hier jedenfalls konnte man ungehindert jedes erdenkliche Risiko für sich und andere eingehen mit beeindruckenden Einsichten in die darunterliegende Schlucht. Ich Schis… äh… vorsichtiger Mensch habe natürlich immer ein paar Zentimeter Sicherheitsabstand gelassen und keine Steinchen auf unten umhertapsende Touristen hinuntergeschubst. Am Schluss konnte man dann noch über eine in den vertikalen Felsen gehängte Galerie wieder zum Fluss hinabsteigen, was diese Erlebniswanderung perfekt abrundete.

 

 

Ich denke, dass sich diese Liste mit den noch kommenden Erlebnissen erweitern und verschieben wird. Viele weitere schöne Momente gab es, z.B. an den Falaises de Étretat, bei den Steinzeit-Menhieren von Carnac, dem Sonnenuntergang bei den Falaises du Pertuis Breton – Le Ploquines, der Dune du Pilat, in der Ausgrabungsstätte Les Empuries usw.
Einige der schöneren Momente muss man sich erkaufen – mit einer etwas unbequemeren Nacht im Auto, denn die tollsten Sonnenunter- und -aufgänge erlebt man nunmal nicht während man im gemütlichen Hotelbett schläft.

 

 

Die Alhambra jedenfalls hat es nicht in die Top 10 geschafft. Ein ohne Zweifel schönes Bauwerk, aber die Menschenmassen selbst in der Vorsaison lassen einen Genuss der Anlage nicht zu. Es fing schon am Vorabend mit der gefühlt endlosen Parkplatzsuche in der viel zu engen und viel zu überfüllten Stadt Granada an und kumulierte dann in einer unruhigen Nacht weil draußen die gesamte Nacht Autos, Mopeds und sogar Lastwagen und Müllwagen durch die Kopfsteinpflastergassen schepperten. Man bekam dabei das Gefühl die dort eingesetzten Kraftfahrzeuge hätten allesamt 40 Jahre tägliche Kopfsteinpflasterfolter hinter sich, selbst bei Automarken die es noch gar nicht so lange gibt. Da es vermutlich tagsüber ob des Verkehrs in den engen Gässchen nicht geht, fuhr der Müllwagen nachts um 1:30 Uhr. Da ich trotz Ohrenstöpsel eh nicht schlafen konnte haben mich die plötzlich einsetzenden kleinen Erdbeben nicht mehr wecken können. Jede einzelne Mülltonne musste wohl vor der Entleerung von Müllmännern aus sämtlichen Seitengassen unbedingt auf den Platz unter meinem Hostelfenster zusammen gerollt werden. Und wer dann denkt, ok, das war es dann wohl, nein erst kam das große Erdbeben mit dem Müllwagen und dann mussten die leeren Mülltonnen natürlich allesamt wieder mit kleinem Erdbeben zurück verbracht werden. Und danach? Nunja, es scheint eine lebhafte Stadt zu sein und da Autos in einer Stadt wo fast alle Parkplätze nur für Mopeds erlaubt sind so fürchterlich unpraktisch sind hat scheinbar jeder Einwohner Granadas noch zwei Mopeds die beide mindestens einmal pro Nacht bewegt werden wollen. Wenn sie die Zeit doch nur nutzen würden mal die Schrauben wieder festzudrehen – ihr könnt euch aussuchen welche Schrauben ich wohl meinen könnte. Endlich war es sechs Uhr und ich wagte mich aufzustehen in der Hoffnung dass in der Alhambra alles besser werden würde. Ich hatte rechtzeitig einige Tage vorher ein Ticket mit einer recht frühen Einlasszeit in die Nasridenpaläste organisiert um in der vormittäglichen Sonne den zu erwartenden Menschenmassen etwas aus dem Weg zu gehen und war müde aber guten Mutes. Auf dem Parkplatz war auch noch alles gut, ich konnte mich zwischen hunderten freien Plätzen entscheiden und meinen geliebten Wohnraum in herrlichem Schatten platzieren. Doch dann setzte sich das Grauen mit der Schlange der Menschen am Einlass fort. Die Allermeisten folgen wohl dem Rat der Touristenführer bereits eine halbe Stunde vor Parköffnung mit dem Bus hinaufzufahren und sich dort anzustellen. Ich hatte hier zwar Glück, ich war erst etwas falsch gelaufen und hatte dann einen Sichenheitsmann nach der Audioguideausgabe gefragt. Er zeigte zuerst auf die Ausgabe hinter dem noch geschlossenen Eingang, rief mich beim Weggehen aber nochmal zu sich und zeigte mir dann eine weitere bereits geöffnete, etwas versteckte Ausgabestelle direkt neben dem Eingang. Nachdem ich mich dort von einer äußerst netten Dame hatte versorgen lassen, wurde prompt der Eingang geöffnet und schwupps war ich als einer der ersten drin. Schlechtes Gewissen mich geschickt vorgedrängelt zu haben? Hey, I speak english but not native! Aber nun kam das was zu befürchten war, mit jedem kurzen Anhalten für ein Foto kam die Welle näher und irgendwann schwappte – nein brandete – ein Gewirr aus spanisch, französisch, deutsch und etwas penetranter chinesisch über mich her. Wo sind nur all die viel höflicheren japanischen Touristengruppen geblieben? Der Eintritt war mit 14 € gefühlt gering, Audioguide 6 € und Parkplatz 11 € summierten sich zwar, aber offensichtlich reicht das Geld nicht die Anlage wirklich sauber und hübsch zu halten. Dann lieber etwas mehr Eintritt, etwas weniger Menschen und mehr Liebe zum Detail. Andererseits organisieren die Spanier es generell sehr sympathisch. Das sinnlose Fotoverbot der anderen europäischen Wahrzeichen gibt es hier nicht und wenn man die gebuchte Einlasszeit erstmal eingehalten hat, hat man danach so viel Zeit wie man sich nehmen möchte. Ich erinnere mich da noch mit Schrecken an die Massenabfertigung im Schloss Neuschwanstein wo man gefühlt für jeden Blick genau eine Sekunde Zeit hat bis die nächste Besuchergruppe einen mit Mistgabeln und schlimmeren in den nächsten Raum vertreiben. Wahrscheinlich sollte man sich doch einfach mal im Dezember ein Flugticket nach Malaga buchen und die Alhambra einfach mal als kleine Alltagsflucht zwischendurch schieben.

Was steht im Folgenden an? Nun bisher fühlt sich diese Reise noch nach ganz normalen Urlaub an, nur mit dem Unterschied, dass ich nun mit meinem Geld viel enger haushalten muss, da am Monatsende leichtfertige Urlaubseskapaden nicht mehr ausgeglichen werden. Ich möchte mich demnächst ein bisschen mehr um mich kümmern können. Und mein in den letzten Monaten angefuttertes Bäuchlein hat sich trotz vieler Wanderungen irgendwie noch nicht verflüchtigt. Fitness aufbauen geht nunmal nicht innerhalb von Wochen, auch weil ich ständig Muskelkater habe von den ganzen ungewohnten Bewegungen. Ach ja und dann waren da noch die vielen blauen Flecke aus einem etwas ungepflegten Wasserrutschenpark in Torremolinos mit ansonsten durchaus gelungenen Rutschen und die fiesen Angriffe der niedrig hängenden Äste diverser Feigenbäume bei der letzten Flusswanderung, aber darüber sollten wir wohl lieber schweigen.

Während in Frankreich die meisten Jugendherbergen wegen Nebensaison noch geschlossen waren und in Spanien die Herbergen mich nicht begeistern konnten und zu viele ehemalige Top Hotels mit Verzweiflungsangeboten gelockt haben, hoffe ich auf die portugiesischen Herbergen und damit auf mehr Kontakte zu lebenslustigen Menschen und mehr Kommunikation in allen möglichen Sprachen.

Viel Text für jemanden der so sehr mit Reisen beschäftigt ist. Nun ich hatte Glück und konnte die letzten vier Tage eine gesamte Herberge in den Bergen zu einem Spottpreis für mich alleine bewohnen und mal so richtig Luft holen für die nächsten Abenteuer. Auf geht´s.

Und zu guter Letzt freue ich mich riesig auf das Tomorrowlandfestival in Belgien wo ich endlich nach so langer Zeit meine geliebte und heftig vermisste Freundin wiedersehen darf und auf die anschließende Zeit mit ihr in Kroatien. Dafür nehme ich den ungeplanten Schlenker gen Norden gerne in Kauf und freue mich auch darauf einen Abstecher durch Deutschland machen zu dürfen. Ob es dann auf dem Weg durch Österreich und Slowenien oder durch die Schweiz und Italien gehen wird, who knows, stay tuned. Hier die Stationen der nächsten Wochen bis zum Tomorrowland Weekend 2:

 

Roadmap / Bucketlist

Traue niemals den Medien. Selbst wenn der Sendende gute Absichten hat, kann er niemals ein vollständig ehrliches Bild einer Begebenheit darstellen, da er immer nur einen Teil der Wahrheit erzählen kann und damit wird auch ehrlich gemeintes Quellmaterial zu einer...